Lederbänder

Lederbänder flechten

Wie geht das? Flechten, ohne dass die Enden offen sind?

Schritt für Schritt:

Zuerst brauchen wir einen Streifen Leder. Es kann ein Gürtel sein oder viel kleiner für ein Armband, oder was auch sonst.

Dieser Streifen wird nun gedittelt, aber eben nicht auf der ganzen Länge, sondern die Enden bleiben zusammen.

Das ist ein ziemliches Gefriemel, bei dem man mit Geduld und möglichst Genauigkeit arbeiten sollte. Bewährt hat es sich, mit dem Cutter an einem Metall-Lineal entlang zu schneiden. In der Regel wird man nicht mit einem Mal durch das Leder durch kommen, sondern wird es erst anritzen und dann beim zweiten oder dritten Mal durchstoßen können. Ist es ein Gürtel aus dickem Leder, kann es auch länger dauern. Ist es dünnes und/oder weiches Material, so verrutscht es unter der Arbeit leicht. In diesem Fall habe ich erst angeritzt, dann mit dem Cutter zwischen den Fingern weiter geschnitten:

Zum Schluss sieht es dann etwa so aus:

Jetzt fängt man an der einen Seite einfach ganz normal an zu flechten. Das "Chaos" am anderen Ende ignorieren wir für den Moment. Allerdings flechten wir nur so lange, bis der rechte Streifen wieder rechts, der mittliere wieder in der Mitte und der linke wieder links zu liegen kommt:

Jetzt kümmern wir uns um das "Chaos" am anderen Ende. Dafür führen wir das "Chaos-Ende" (in der Abbildung das linke) geschickt durch die Bänder durch, bis das Chaos beseitigt ist. Keine Angst: Führt man es falsch durch, wird es zwar schlimmer, aber jeden Fehler kann man auch wieder korrigieren.

So geht das jetzt immer weiter. Wir flechten, bis die Streifen wieder an ihrer Stelle sind und beseitigen dann das Chaos. Übrigens: das lässt sich nur beseitigen, wenn die Streifen wieder an ihrer Stelle sind!

Beim letzten Durchgang wird es dann richtig eng. Man tut gut daran, am Anfang etwas enger (fester) zu flechten, als man es eigentlich haben möchte. Am Ende hat man ein Stückchen, das sich nicht mehr flechten lässt. Dann zieht man das Geflochtene etwas glatt oder hilft anders nach, so dass es sich bis über das noch offene verteilt.


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